Einführung Smart Meter

Artikel vom 13. April 2018 | Kategorie : News

In Zeitungen ist immer öfter vom Thema „Smart Meter-Rollout“ oder der „Digitalen Energiewende“ zu lesen.

Doch was bedeuten diese  Begriffe und inwiefern sind Sie als Stromerzeuger oder Stromlieferant davon betroffen?

Im Juli 2017 hat der sogenannte „Rollout“ (dt. die Einführung) von neuen Messsystemen für Strom in Deutschland begonnen. Dies ist der Beginn der sogenannten Digitalisierung der Energiewende und löst bei vielen Menschen falsche Vorstellungen und Erwartungen aus.

Hier sind sechs große Irrtümer in Kurzform zusammengetragen:

 

1. Deutschland bekommt Smart-Meter

Die neue digitale Messtechnik kennt keine Smart-Meter, stattdessen gibt es zwei verschiedene Messsysteme:

Die moderne Messeinrichtung ersetzt den alten Ferraris-Zähler und ist nicht in der Lage Daten zu versenden. Diese Messeinrichtungen werden voraussichtlich an 90% der Messpunkte verbaut.

Die intelligente Messeinrichtung besteht aus der modernen Messeinrichtung und einem Smart-Meter Gateway, der Daten nach vorgegebenen Regeln versenden kann.

Für Haushalte die mehr als 6.000 kWh jährlich verbrauchen oder mehr als 7 kW Anlagenleistung besitzen sind die intelligenten Messsysteme verpflichtend.

 

2. Der Rollout hat noch nicht begonnen

Der Rollout hat bereits im Juli 2017 begonnen, da die modernen Messeinrichtungen schneller bereitgestellt werden konnten als erwartet. Der Einbau von intelligenten Messsystemen hat hingegen noch nicht begonnen, da die Technologie viel komplexer ist als die der modernen Messeinrichtungen.

 

3. Der Rollout ist eine Idee von Geräteherstellern und Energieversorgern

Die Modernisierung der Messtechnik geht auf eine EU-Richtlinie von 2009 zurück, welche 2016 durch das Gesetz der Digitalisierung der Energiewende (GDEW) verpflichtend wurde.

 

4. Die digitalen Messgeräte versenden Daten

Da aktuell lediglich moderne Messeinrichtungen verbaut werden, besteht kein Grund zur Sorge, dass Daten versendet werden, da diese Systeme nicht in der Lage dazu sind. Die Zählerablesung erfolgt im Wesentlichen genau wie bisher auch: per Postkarte, Zählerfoto oder über den Ableser vor Ort.

 

5. Die Datensicherung ist ungenügend

Bei dem Rollout in Deutschland handelt es sich um das weltweit ambitionierteste Projekt für Datenschutz in Privathaushalten.

Datenschutz und Datensicherheit bei den modernen und besonders bei den intelligenten Messsystemen entsprechen extrem hohen Anforderungen, da Angriffe auf die Stromversorgung von feindlichen Staaten oder kriminellen Organisationen um jeden Preis verhindert werden sollen.

 

6. Es gibt keine Informationen über den Rollout

Durch das Messstellenbetriebsgesetz sind Messstellenbetreiber verpflichtet die vom Rollout direkt betroffenen Stromkunden rechtzeitig und umfassend zu informieren.

– Sechs Monate vor dem Rollout müssen Preisblätter mit Preisangaben für die nächsten drei Jahre veröffentlicht werden.

– Drei Monate vor Gerätetausch müssen betroffene Kunden informiert und über die freie Wahl eines Messstellenbetreibers hingewiesen werden.

 

Quelle: www.photovoltaik.eu

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