Silvesterverjährung

Artikel vom 21. Dezember 2017 | Kategorie : News

Wie in vielen anderen Bereichen ist die Verjährungsfrist auch für Betreiber von Photovoltaik-Anlagen sehr wichtig. Verjährung bedeutet, dass gewisse Ansprüche nach einer vorgegebenen Zeit (Frist) nicht mehr geltend gemacht werden können.
Im Falle des EEG-Anlagenbetreibers bezieht sich diese Verjährungsfrist auf die nicht oder zu wenig gezahlte Einspeisevergütung vom Netzbetreiber.
Nicht selten hat der Anlagenbetreiber einen Anspruch auf höhere Einspeisevergütung, als ihm vom Netzbetreiber gezahlt worden ist, da nicht jede Abrechnung korrekt ist.
Wurde so beispielsweise die Einspeisung von Solarstrom im Jahr 2014 zu niedrig vergütet, muss der Betreiber seinen Anspruch bis spätestens 31.12.2017 geltend machen, da dieser sonst verjährt.
Um die Verjährungsfrist zu hemmen ist es ggf. notwendig den Anspruch mit einer Klage oder einem Mahnbescheid bei Gericht anhängig zu machen.

Die gleiche Verjährungsfrist gilt auch für Schadensersatzansprüche gegen den Netzbetreiber, wenn dieser seine gesetzlichen Verpflichtungen z.B. zur Stromabnahme verletzt.
Wird eine Photovoltaik-Anlage vom Netzbetreiber heruntergeregelt um einer möglichen Überspannung entgegenzuwirken, hat der Anlagenbetreiber laut §15 EEG Anspruch auf Entschädigung.
Gleichermaßen entsteht ein Entschädigungsanspruch, wenn der Netzbetreiber Reparaturarbeiten vornehmen muss und die Stromaufnahme durch diese unterbunden wird.

Quelle: http://www.sonnewindwaerme.de/photovoltaik-recht-finanzen/silversterverjaehrung

 

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